Was ist Yoga?

Weltweit erfährt Yoga mehr und mehr Zuspruch. Neben den ausgefallensten Yogarichtungen finden sich auch unzählige Yogastudios und -stores, vor allem in der westlichen Welt. Yoga ist zum Trend geworden. Doch die wenigsten kennen die tiefgehende Bedeutung, die dahinter steht. Soziale Medien vermitteln das Bild, dass Yoga das Ziel hat, schwierige Posen in den trendigsten Leggings auszuführen. Dies führt zum Missverständnis, dass nur die Flexibelsten und Trainiertesten Yoga praktizieren können.

Der physische Aspekt ist jedoch nur ein kleiner Teil von dieser ganzheitlichen Praxis. Unser Körper ist lediglich ein Werkzeug um einen gleichmäßigen Energiefluss zu schaffen und um die Verbindung von Körper und Geist zu erkennen. Yogische Praktiken helfen uns Raum in unserem Körper und Geist zu schaffen, sodass die Energie frei fließen kann. Ist unser Geist ruhig, kann Liebe und Frieden von innen entspringen. Das Ziel ist es also, sich selbst zu lieben, Liebe zu sein, Liebe zu verbreiten und ein glückliches und erfülltes Leben zu leben.

Wir im Prana Veda Bali praktizieren traditionelles Yoga mit ganzheitlichem Ansatz um Balance zwischen Körper, Geist und Seele herzustellen und zu erhalten, sowie die „Schutzmauern“, die wir oft um unser Herz gebaut haben, zu durchbrechen.

Wir führen ein Leben in Gemeinschaft nach yogischen und ayurvedischen Prinzipien und üben uns in Achtsamkeit, Bewusstsein und liebender Güte.

Was bedeutet das Wort Yoga?

Yoga stammt aus dem Sanskrit, der antiken Sprache Indiens, in welcher sämtliche indische Philosophien sowie yogische Texte niedergeschrieben sind. Die ursprüngliche yogische Niederschrift stammt von dem heiligen Lehrer Patanjali, der vor mehr als 2500 Jahren 196 Kurztexte verfasste.

Die Bedeutung des Wortes Yoga lautet übersetzt Vereinigung, also die Zusammenführung von mehreren zu einem.

Doch was bedeutet das? Was wird vereinigt?

Es gibt verschiedene Ebenen der Vereinigung.

Zum einen bedeutet es die Vereinigung von Menschen. Es geht um das Praktizieren von Yoga in Gruppen, die Begegnung ohne Beurteilung, das Erlernen von Egolosigkeit sowie um das Mitgefühl. Wichtig ist die Erkenntnis, dass wir alle Teil von etwas Größerem sind und der Fokus auf das Gute in uns selbst und in anderen gelegt wird. Wir beginnen die Yoga-Praxis mit „Namaste“. Dies bedeutet übersetzt „Das Göttliche in mir grüßt das Göttliche in dir und ich weiß, dass wir somit eins sind.“

Diesen Gedanken kann man auch auf Körper und Geist erweitern. Yoga ganzheitlich zu praktizieren, bedeutet das Ziel der Selbstentfaltung bzw. Selbsterkennung zu verfolgen. Die Werkzeuge, die wir dafür haben sind unser Körper und unser Geist. Es ist also das Ziel, zwischen diesen Dimensionen Balance zu schaffen. Oft haben physische Ungleichgewichte mentale Ursachen und vice versa. Deshalb ist es wichtig zu verstehen, dass Körper und Geist miteinander korrelieren und Balance auf beiden Ebenen hergestellt werden muss. Der bewusste Atem ist ein Hilfsmittel, Körper und Geist zu verbinden und im hier und jetzt anzukommen.

Zum anderen geht es um die Vereinigung der individuellen Seele mit dem Kosmos. Diese Vereinigung ermöglicht Vollständigkeit, Erfüllung, Glück, bedingungslose Liebe für sich selbst und andere, Freiheit und Frieden zu erlangen, was zur Erleuchtung bzw. zum Erwachen führt.

Was ist also kurz zusammengefasst das Ziel von Yoga?

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Ziel von yogischen Praktiken ein ausgeglichener Energiefluss in unserem Körper ist, wodurch wir unsere Aufmerksamkeit ins Innere leiten können. Durch Beobachtung unserer Gedanken werden wir uns derer bewusst, reflektieren diese und haben die Möglichkeit, alte Glaubenssätze loszulassen und neue Perspektiven zu erlangen. Durch die Balance zwischen Körper und Geist enthüllen wir unsere wahre Natur, finden zurück zu unserem Urvertrauen und entfachen unsere Selbstliebe, die Basis aller Liebe.

Was beinhaltet Yoga als ganzheitliche Praxis?

Yoga ist eine Lebensphilosophie. Es geht um Selbstreflexion, Eigenwahrnehmung, Bewusstseinsbildung, Achtsamkeit, Erhaltung der körperlichen und geistigen Gesundheit durch Asanas (Yogaposen), Meditation, Pranayama (yogische Atmung), Reinigungspraktiken, Mantren singen, Ernährung sowie Ayurveda. Yoga folgt also einem ganzheitlichen Ansatz und körperliche Asanas sind nur ein Teil davon.

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